Junge Liberale: Politik zerstört Lebenspläne junger Menschen, die seit Jahren auf einen Medizinstudienplatz warten

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das den Numerus Clausus (NC) in Teilen für verfassungswidrig erklärt hat, müssen die Länder bis zum Jahr 2019 die Vergabe der Medizinstudienplätze neu regeln. Die ersten Eckpunkte des Staatsvertrages sehen vor, dass die Wartezeitregelung komplett entfallen soll.

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Lars Alt, erklärt dazu: „Seit der Wiedervereinigung hat die Zahl der Medizinstudienplätze, trotz der demographischen Entwicklung und dem höheren Bedarf an Ärzten, nicht wesentlich zugenommen. Es kann nicht sein, dass nun die jungen Menschen, die seit Jahren auf einen Studienplatz warten, für diese politischen Planungsfehler geradestehen müssen“, erklärt Alt.

„Viele junge Menschen warten seit fünf oder mehr Jahren auf einen Medizinstudienplatz. Sie haben sich währenddessen über eine Berufsausbildung qualifiziert und darauf vertraut, dass sich das jahrelange Warten für sie lohnen würde. Mit dem aktuellen Entwurf zerstört Politik die Lebenspläne dieser jungen Menschen“, so Alt.

Konkret fordern die Jungen Liberalen zum Übergang ein Modell, dass die Wartezeit und Abiturnote miteinander verrechnet, sodass beispielsweise ein Bewerber mit einem Abiturdurchschnitt von 2,5 und sechs Wartesemestern eher einen Studienplatz erhält als jemand mit einem Abiturdurchschnitt von 3,1 und 8 Wartesemestern.

Das Land muss nun zudem zeitnah reagieren und endlich die Anzahl der Medizinstudienplätze in Hannover, Göttingen und vor allem an der European Medical School in Oldenburg um eine mittlere dreistellige Zahl erhöhen“, fordert der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, der auch gewähltes Mitglied im Landesvorstand der FDP Niedersachsen ist.

Langfristig fordern die Jungen Liberalen ein Modell, dass auf Talent und nicht auf Wartezeit setzt. „Konkret könnte dies durch einen Dreiklang aus einer Vergabe nach Abiturbestenquote, nach einem Auswahlverfahren der Hochschule , das die relevanten Abiturfächer und den Medizinertest stärker gewichtet sowie durch eine Qualifizierungsquote für Berufserfahrene sichergestellt werden“, erklärt Lars Alt abschließend.

 

Verbandsinformationen:

Die Jungen Liberalen Niedersachsen, kurz JuLis, sind die Jugendorganisation der FDP. Die JuLis Niedersachsen bestehen zurzeit aus rund 1000 engagierten jungen Menschen zwischen 14 und 35 Jahren. Als einzige liberale Jugendorganisation in Deutschland ist es unser Ziel, Politik und Zeitgeschehen nach den Prinzipien von Freiheit, Individualität, Eigenverantwortung und Toleranz mit zu gestalten. Für uns zählt nicht, woher jemand kommt, sondern wohin er möchte.

Wir vertrauen im Zweifel nicht auf den Staat, sondern wollen den Glauben der Menschen an sich selbst stärken. Wir wollen eine Politik, die es jedem Menschen unabhängig von seinem Geschlecht, seiner sozialen Herkunft, seinem Alter, seiner Hautfarbe oder seiner Religion ermöglicht, sich für sein Leben Ziele zu setzen und diese durch eigene Anstrengung zu erreichen.

 

Kristin Waegner

Pressesprecherin

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