JuLis: Behandlung von Intersexuellen ist eine Schande

intersexualitätEine 25-jährige intersexuelle Person aus Niedersachsen beantragt die Änderung der Geburtsurkunde mit dem Eintrag des Geschlechts als „inter/divers“. Dies ist ihr durch die Rechtslage zum jetzigen Zeitpunkt verwehrt.

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen, Niklas Drexler, erklärt dazu: „Es ist eine Schande, dass intersexuelle Menschen ihre Würde vor Gericht erkämpfen müssen. Menschen, die sich keinem der bipolaren Geschlechter zugehörig fühlen, werden durch die derzeitige Rechtslage missachtet. Eine Änderung des Personenstandsrechts ist Aufgabe der Politik, nicht der Gerichte. Zwar ist es seit Kurzem möglich, das Geschlecht eines Kindes bei der Geburt offen zu lassen. Zum einen ist aber fraglich, ob die Eintragung nachgeholt werden muss. Zum anderen ist es Intersexuellen nicht möglich, ihr Geschlecht positiv zu definieren.“

Drexler weiter: „Die Jungen Liberalen Niedersachsen fordern die Möglichkeit, ein drittes Geschlecht in das Personenstandsregister eintragen zu lassen. Langfristig kann man sich durchaus fragen, ob die Erhebung des Geschlechts durch den Staat überhaupt notwendig ist. Ihre wichtigste Funktion ist es, zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft zu unterscheiden. Bei einer völligen rechtlichen Gleichstellung von Homosexuellen bei der Ehe, wie die Jungen Liberalen Niedersachsen sie seit langem fordern, wäre diese überflüssig.“