JuLis zur Demo ‚Vielfalt statt Einfalt‘ – „Toleranz kann man lernen“

VielfaltAm Samstag, 22.November 14 organisiert die AfD-nahe ‚Initiative ‚Familien-Schutz‘ eine Demonstration unter dem Motto ‚Demo für alle‘ in Hannover. Hintergrund der Demo ist der aktuell im Niedersächsischen Landtag beratenen Antrag „Schule muss der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten gerecht werden“, der von den Fraktionen SPD/GRÜNE gestellt und von der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag unterstützt wird. Unter dem Motto ‚Vielfalt statt Einfalt‘ hat ein breites Bündnis zu einer Gegendemonstration für Samstag, 22.11., um 12:30 Uhr auf dem Goseriedeplatz in Hannover aufgerufen. Dieses Bündnis wird von den Jungen Liberalen Niedersachsen e.V. unterstützt.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen, Niklas DREXLER:

„Toleranz kann man lernen, nicht die eigene geschlechtliche Orientierung. Deshalb gehört es zum Bildungsauftrag von Schulen, dass sich Jugendliche mit der Vielfalt von Neigungen und Lebensentwürfen auseinandersetzen. Schwul-lesbische Jugendliche oder auch Trans- und Intersexuelle, sind auch in der Schule immer noch mit Vorurteilen konfrontiert. Es geht darum, Jugendlichen bei der Selbstfindung ihrer eigenen sexuellen Identität zu helfen. Die Jungen Liberalen Niedersachsen setzen auf Aufklärung und kritische Diskussion, statt diffuse Ängste zu schüren. Liberale streiten für eine vielfältige Gesellschaft, in der jeder die besten Chancen erhält, seinen Lebensentwurf leben zu können. Auch Homosexuelle haben den Respekt der Gesellschaft vor ihrem Lebensentwurf verdient.“

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Mitglied der Jungen Liberalen, Björn FÖRSTERLING warnt:

„Rechtskonservative Kräfte versuchen hier, mit den Sorgen von Eltern zu spielen und diese für ihr intolerantes Gesellschaftsbild zu gewinnen. Bei den Antragsberatungen im Niedersächsischen Landtag geht es nicht darum, Kleinkinder in der Grundschule mit Sexualpraktiken zu konfrontieren oder Werte wie den Schutz der Familie und des Erziehungsrechts zu unterlaufen. Durch den Antrag soll zum Beispiel ermöglicht werden, dass zwei geschulte junge Erwachsene des vom Land Niedersachsen geförderten Netzwerkes SchLAu mit meist etwa 15-jährigen Schülern über Themen wie Toleranz, Akzeptanz oder Outing sprechen können. Dabei geht es ausdrücklich nicht um Sexualpraktiken, sondern um den selbstbestimmten Umgang mit seiner eigenen Sexualität. Das gesamte Thema schwul sein findet sich außer im unverbindlichen Werte-und-Normen-Unterricht bislang nirgendwo in den Kerrncurricula.“