Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Bess’res findet

Gorleben © Michaela Mügge (Flickr: cephir)
Gorleben © Michaela Mügge (Flickr: cephir)

Berlin/Hannover: Anlässlich der Sitzung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Endlagersuchgesetz erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen Oliver Olpen:

„Deutschland braucht nicht nur einen geeigneten, sondern den besten Endlagerstandort. Schnellschüsse machen keinen Sinn. Das Endlagersuchgesetz muss Schluss mit ständigen Vorfestlegungen für oder gegen mögliche Standorte machen. Gorleben muss genauso im Spiel bleiben, wie andere Standorte neu hinzukommen müssen.“ Olpen bezieht sich dabei auf die Forderung mehrerer Umweltverbände, die ein endgültiges Aus für die Untersuchung des Standorts Gorleben gefordert hatten.“Die Umweltverbände dürfen sich bei der Suche nicht ständig die für sie passenden Rosinen rauspicken.“

Ein vorläufiger Erkundungsstopp für Gorleben ist aus Sicht der FDP-Jugendorganisation ein notwendiges Kriterium der ergebnisoffene Endlagersuche. Olpen weiter: „Der Erkenntnisvorsprung für den Standort Gorleben darf nicht weiter ausgebaut werden. Erst müssen Erkenntnisse über andere potentielle Endlagerstandorte gewonnen werden.“

Neben der unterirdischen Endlagerung kommt für die Jungen Liberalen auch weiterhin die gesicherte Endlagerung über der Erde in Frage. „Die Lagerung über der Erde darf kein Tabu sein und muss ebenso geprüft werden wie die unterirdische Lagerung in Gesteinsschichten“, so Olpen.

„Der Volksmund weiß, dass weitreichende Entscheidungen nicht übereilt getroffen werden dürfen. Daher muss auch in der Endlagerfrage gelten: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Bess’res findet“, so Olpen abschließend.

Hinweis: Die Jungen Liberalen Niedersachsen hatten den Richtungsschwenk der FDP in der Endlagerfrage auf dem Landesparteitag der niedersächsischen Liberalen im April 2011 begründet. In einer geheimen Abstimmung setzte sich der Jugendverband gegen die Position des FDP-Landesvorstandes durch. Die ergebnisoffene Endlagersuche wurde danach auf dem Rostocker Parteitag im Mai 2011 durch einen Antrag der niedersächsischen FDP auch Beschlusslage der Bundes-Liberalen.