Das Recht auf Auskunftspflicht – JuLis fordern Rechtssicherheit auch für Samenspender

Bild: flickr.com/photos/snre
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Die Jungen Liberalen Niedersachsen (JuLis) fordern nach dem jüngsten Urteil des BGH zum Recht auf Auskunft im Zusammenhang mit Samenspenden, Rechtssicherheit nicht nur für die Kinder sondern auch für die Samenspender zu schaffen.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen, Niklas Drexler: „Zur eigentlichen Idee der Samenspende gehörte das Wort Anonymität bisher ganz klar dazu. Für die durch eine Samenspende gezeugten Kinder kann die Klärung der Herkunft zwar wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung sein, gleichzeitig ergeben sich dadurch aber unklare Verhältnisse für Unterhalts- und Erbschaftsansprüche. Wir fordern daher, dass eine rechtliche Regelung geschaffen wird, die anonyme Samenspender und deren Erben vor Erbansprüchen durch mittels Samenspenden gezeugte Kinder schützt.“

Drexler weiter: „Bisher ist gerade dieser Bereich durch zu viele Rechtsunsicherheiten geprägt. Das Recht eines Kindes die Identität des eigenen Vaters erfahren zu können, darf nicht angetastet werden. Gleichzeitig müssen sich die Samenspender aber auf eventuell geschlossene Verträge mit Samenbanken oder Reproduktionskliniken verlassen können. Durch das neueste Urteil droht die Spendenbereitschaft enorm zurückzugehen. Damit der Kinderwunsch unzähliger Paare nicht gefährdet wird, halten wir eine klare Regelung über ein Samenspendegesetz für notwendig.“