Neuer Vorstand, umfassende Bildungsbeschlüsse, Europawahlaufruf – JuLi-Landeskongress in Bad Rothenfelde

imageAm Wochenende tagte der 67. Landeskongress der Jungen Liberalen Niedersachsen in Bad Rothenfelde.

Der 24-jährige Langenhagener Niklas Drexler wurde vom Kongress als Landesvorsitzender bestätigt. Auch die stellvertretenden Landesvorsitzenden Lars Alt (22, Helmstedt), Lutz Haunhorst (24, Hagen a.T.W.) und Claire Hilger (19, Seevetal) wurden für ein weiteres Jahr gewählt. Christopher Tügel (20, Dannenberg) ist im neuen Vorstand als stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister tätig. Das neunköpfige Vorstandsteam wird vervollständigt von Marcel Schiller (22, Twistringen), Mareike Röckendorf (21, Göttingen), Sebastian Bergmeyer (22, Hagen a.T.W.) und Moritz Voelkner (17, Braunschweig), die als Beisitzer die laufende Arbeit unterstützen.

Am Samstag befassten sich die etwa 100 anwesenden Mitglieder intensiv mit der aktuellen Bildungspolitik der Landesregierung. Niklas Drexler machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass der Weg von Frau Heiligenstadt eine Gefahr für Schüler, Lehrer und Schulen in Niedersachsen ist und sie so die Zukunftsfähigkeit unseres Landes gefährdet. „Die Kultusministerin hat es geschafft, Lehrer, Eltern und Schüler gegen sich und gegeneinander aufzubringen. Die verständlichen Proteste der Lehrer gegen die Erhöhung der Lehrerwochenstunden führt zu verständlichen Protesten der Schüler gegen die Streichung von Klassenfahrten.“
In dem umfassenden Positionspapier ‚Es reicht, Frau Heiligenstadt – den Fuß von der rot-grünen Bildungsbremse nehmen‘ fordern die Julis außerdem die Einführung einer Wahlmöglichkeit von Schülern in der Frage nach G8/G9 „Die Schüler wissen selbst am besten, welcher Weg für sie ideal ist. Darum sollte die Entscheidung, ob das Abitur nach 12 oder 13 Jahren abgelegt wird, nicht im Bildungsministerium getroffen werden, sondern individuell“, erklärt Drexler.
„Ebenso wichtig für eine Förderung nach individuellen Bedürfnissen ist ein breites Angebot an Bildungskonzepten und die Wahlfreiheit zwischen den Schulformen. Die Abschaffung der Förderschulen Lernen und Sprache war deswegen schlichtweg falsch!“

Am Sonntag verabschiedeten die JuLis Niedersachsen einen Aufruf zur Europawahl. Drexler dazu: „Die Europawahl ist keine Protest-, sondern eine Richtungswahl. Es ist gut, dass es bei dieser Wahl Spitzenkandidaten der europäischen Parteien gibt, denn diese machen das gesichtslose Bürokratie-Monstrum greifbarer. Europa muss aber auch in seinen Institutionen demokratischer und bürgernäher werden.“ Die JuLis fordern in diesem Sinne die Einrichtung einer zweiten Kammer und die Stärkung des europäischen Parlaments. „Die EU hat durch die Eurokrise an Vertrauen eingebüßt. Dieses Vertrauen muss über eine ernsthafte Auseinandersetzung über die Kompetenzverteilung und Verfahren in der EU zurückgewonnen werden – mit dem Ziel eines europäischen Bundesstaates.“