JuLis: Abschaffung der Studienbeiträge ist Umverteilung von Unten nach Oben

(c) by amandafoe / sxc.hu
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Die niedersächsische Landesregierung hat heute die Abschaffung der Studienbeiträge an Hochschulen zum Wintersemester 2014/2015 angekündigt. Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen, Niklas Drexler, erklärt dazu:

„Das Siegel von mehr sozialer Gerechtigkeit ist eine falsche Etikettierung: Tatsächlich müssen nun alle Steuerzahler für die Ausbildung von Akademikern mit hohem Einkommen zahlen. Die Abschaffung der Studienbeiträge ist eine Umverteilung von Unten nach Oben. Auszubildende beispielsweise, die eine Meisterprüfung anstreben, schauen in die Röhre. Sie müssen auch weiterhin für die Kosten ihrer eigenen Ausbildung aufkommen.“

Zur Kompensation der finanziellen Mittel durch das Land erklärt Drexler:

„Rot-Grün tut so, als würden die Mittel für Bildung erhöht. Stattdessen geht ein Großteil der Ausgaben für die Kompensation der nun fehlenden Einnahmen von den Hochschulen drauf. Gleichzeitig leiden Schulen und Lehrer, etwa wenn Gymnasiallehrer nun eine Wochenstunde mehr unterrichten müssen. Das Geld wäre im Schulsystem besser aufgehoben, um für mehr Chancengerechtigkeit im Kindes- und Jugendalter zu sorgen.“

Drexler erläutert das Gegenmodell der Jungen Liberalen:

„Niemand darf durch Studienbeiträge wegen seiner Herkunft vom Studium abgeschreckt werden. Deshalb befürworten die JuLis nachgelagerte Beiträge, die erst nach dem Studium und ab einer gewissen Einkommensgrenze zurückgezahlt werden müssen. Ein Abschreckungseffekt entsteht damit nicht, wohl aber mehr soziale Gerechtigkeit. Diejenigen, die vom teuren Studium profitieren, sollten auch einen kleinen Beitrag zu seiner Finanzierung leisten.“