Die kurze Beschleunigung aus dem Leerlauf ist noch kein Turbo

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Hannover. Die Jungen Liberalen Niedersachsen widersprechen der Kritik des Landesschülerrates am Abitur nach 12 Jahren. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Oliver Olpen, heute:

„Die kurze Beschleunigung aus dem Leerlauf ist noch kein Turbo. Das Abitur nach 12 Jahren als Turbo-Abitur zu bezeichnen, ist nicht verhältnismäßig. Vielmehr ist es ein sinnvoller Schritt, um eine internationale Vergleichbarkeit des Schulabschlussalters zu erreichen.“ Die Darstellung des Landesschülerrats, dass Jugendliche nun lange Nächte am Schreibtisch zu verbringen hätten, sei übertrieben, so die Auffassung der liberalen Jugendorganisation. „An Niedersachsens Schulen trifft man übernächtigte Abiturienten in der Regel nur nach Abi-Partys an.“

Die Forderung nach einer Wahlmöglichkeit, ob man das Abitur nach 12 oder 13 Jahren ablegen wolle, sei auch inhaltlich falsch. „Heute kann man in Niedersachsen wählen, ob man sein Abitur an einem beruflichen Gymnasium oder eine Gesamtschule in 13 Jahren oder am Gymnasium in 12 Jahren ablegt. Das niedersächsische Bildungssystem setzt hier auf die Wahlfreiheit der Schüler und auf individuelle Förderung“, erklärt Olpen.

Eine Anpassung der Lehrpläne für das Abitur nach 12 Jahren sei dennoch notwendig. „Die Entschlackung der Lehrpläne muss weiter gehen als bisher“, so Olpen. „Kultusminister Bernd Althusmann soll zeigen, was er kann.“