Junge Liberale: Oettinger ist nicht der Regional-Lobbyist für Baden-Württemberg

Gorleben © Michaela Mügge (Flickr: cephir)
Gorleben © Michaela Mügge (Flickr: cephir)

Hannover. Anlässlich der Forderung des EU-Kommissars für Energiepolitik und früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Günther Oettinger die Suche nach alternativen Endlager-Standorten auszuschließen und sich auf die Erkundung des möglichen Standorts Gorleben zu konzentrieren, erklärt der Vorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen Oliver Olpen:
„EU-Kommissar Oettinger ist nicht der Regional-Lobbyist für Baden-Württemberg. Sein offensichtlicher Versuch eine Endlager-Erkundung in seinem Heimat-Bundesland zu verhindern, ist nicht zielführend. Deutschland braucht den besten Standort für ein atomares Endlager und nicht nur ein lediglich geeignete Option. Die Suche muss über Gorleben hinaus ausgeweitet werden.“

Gleichzeitig erneuern die Jungen Liberalen ihre Forderung an die niedersächsische Landesregierung sich für eine bundesweite Suche einzusetzen. „Die Bereitschaft der Landesregierung in Baden-Württemberg auch mögliche Endlager-Standorte im Süden der Republik erkunden zu lassen, ist ein Zeichen für eine neue Ehrlichkeit in der Atommüll-Diskussion. Niedersachsens Landesregierung sollte diese Chance nutzen und sich bundesweit für die Erkundung von alternativen Standorten einsetzen“, so Olpen.

Erst im April haben die Jungen Liberalen diesen Punkt in das Energiekonzept der FDP Niedersachsen ergänzt. Dieser Punkt des Energiekonzepts fand im Mai auch Eingang in die Beschlüsse zur Energiepolitik auf dem Bundesparteitag der FDP.