In der Bildungspolitik bewegt sich etwas: Echte Konzepte statt ideologiebasierter Politik

Zum Start des neuen Schuljahres  sehen die  Jungen Liberalen Niedersachsen  in den Vorschlägen des niedersächsischen Kultusministers Bernd Althusmann positive Ansätze zur Verbesserung der Bildungssituation im Land.

„Nach vielen Jahren scheinen endlich Reformwillen und konstruktive Diskussionen die Bildungspolitik zu bestimmen. Die Aussagen des Kultusministers sind vielversprechend, können aber auf der anderen Seite erst der Anfang sein. Die FDP muss jetzt ihre auf dem Parteitag in Wilhelmshaven beschlossenen Inhalte zur niedersächsischen Bildungspolitik einbringen. Wir müssen weg von der ideologiebasierten Diskussion um Schulformen und hin zu einem offenen Bildungswettbewerb, bei dem jeder Schüler zwischen verschiedenen Bildungskonzepten wählen kann“, betont der Landesvorsitzende Matthias SEESTERN-PAULY.

Ein sehr wichtiges Ziel ist nach Ansicht der Jungen Liberalen die Stärkung der Eigenverantwortlichen Schule. Hierbei spielt die Übertragung der Budget- und Personalhoheit eine sehr wichtige Rolle. „Die Schulen selbst wissen am besten, wo bei Ihnen der Schuh drückt und können vorhandene Ressourcen vor Ort viel besser einsetzen als eine übergeordnete Behörde“, so der Landesvorsitzende.

Die Forderungen der Jungen Liberalen gehen aber noch weiter. Ein wichtiges Ziel muss die Reduzierung der Klassenstärke sein. „Wir fordern, dass  die Klassenstärke stufenweise auf 20 Schüler reduziert  wird. Dies führt zu einer echten Verbesserung der Lernsituation vieler Schüler-“, so SEESTERN-PAULY. Hierfür dürfe aber nicht an Lehrern eingespart werden. „Der Bildungsetat darf daher gar nicht sinken. Er muss im Gegenteil steigen“, fordert der JuLis Chef.

Gute Bildungspolitik darf sich nach Ansicht der FDP-Nachwuchsorganisation aber nicht nur auf das Verhältnis zwischen Lehrer- und Schülerzahlen begrenzt werden. Die Qualität des Unterrichts muss zukünftig eine wichtigere Rolle spielen. Daher muss unter anderem ein effektives Qualitätsmanagement-System mit unangekündigten Kontrollen aufgebaut und hierfür die erforderlichen Personalressourcen zur Verfügung gestellt werden.