Auf dem Weg nach Bologna ist noch viel zu tun

Die Jungen Liberalen Niedersachsen sehen in den Äußerungen der wissenschaftspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Almuth von Below-Neufeldt, zum Bologna-Prozess nicht die reale Situation wiedergegeben.

Der Landesvorsitzende Matthias SEESTERN-PAULY hierzu: „Der Bologna Prozess ist ein richtiger und wichtiger Schritt zur Harmonisierung der europäischen Hochschullandschaft.  Als Junge Liberale Niedersachsen teilen wir nicht die Meinung der FDP-Fraktion, dass der Prozess bis dato gut umgesetzt wurde. Da gibt es viel Nachbesserungsbedarf. Anstatt vieles Schönzureden fordern wir die Landesregierung auf, bestehende Probleme offen anzusprechen und diesen offensiver zu begegnen.“

Vor allem die verkürzte Studienzeit wirkt sich auf die Studierenden äußerst negativ aus: „Auch die Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) bietet hierzu keine ausreichenden Lösungsansätze. Die Bachelor-Studiengänge dürfen nicht verkürzte und geraffte Magister- oder Diplom-Studiengänge sein. Vielmehr müssen sie sinnvoll strukturiert werden. Das Studienpensum muss in der vorgesehenen Regelstudienzeit zu schaffen sein“, betont der Landesvorsitzende.

SEESTERN-PAULY weiter: „Die Bologna-Reform kann am Besten vor Ort umgesetzt werden. Die Autonomie der Hochschulen muss darum deutlich gestärkt werden.“ Die Jugendorganisation sieht außerdem nach Unklarheit in den Master-Studiengängen. „Solange Bachelor-Absolventen in Deutschland keine realen Berufsperspektiven haben, ist es unverantwortlich, nicht in ausreichender Anzahl für Plätze in den Master-Studiengängen zu sorgen“, so der Landeschef der Jungen Liberalen.

Die FDP-Jugendorganisation fordert darüber hinaus, dass die Wechselmöglichkeiten zwischen deutschen und europäischen Universitäten verbessert werden müsse. Nur so könne das Ziel der Steigerung der Mobilität der angehenden Akademiker gesteigert werden.