Die Jungen Liberalen Niedersachsen kritisieren Kultusministerin Heiligenstadt scharf für ihre neue Oberstufenverordnung zum Abitur nach 13 Jahren.

Lars Alt, Landesvorsitzender

Lars Alt, Landesvorsitzender

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Lars Alt, erklärt: „Der eigentliche Skandal ist nicht das neue rot-grüne Schulgesetz, sondern die neue Oberstufenverordnung der Landesregierung. Unserer Meinung nach fehlt der Oberstufenverordnung nur noch das Siegel „Abitur Light“ – anders ist Heiligenstadts Reform nicht zu verstehen. Die beste Bildung der Welt passt für uns nicht mit der Möglichkeit zusammen, die zweite Fremdsprache vom Lehrplan der Oberstufe zu streichen. Wir erwarten uns gerade im Bereich der Fremdsprachen eher eine der Globalisierung entsprechende Ausweitung des Angebots, beispielsweise über die Möglichkeit Englisch bereits ab der ersten Klasse in den Grundschulen zu etablieren.“

„Wir wollen nicht, dass Niedersachsen im nationalen wie internationalen Vergleich abgehängt wird. Wir können uns daher kein Abitur-light erlauben“, so Alt, der auch Mitglied im Landesvorstand der FDP ist.

Der Vorsitzende erwartet Nachbesserungen aus dem Kultusministerium: „Niedersachsen hat mit der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren den schulischen Druck reduziert. Für uns darf das aber nicht mit einem Abbau von Bildungsqualität einhergehen – beispielsweise durch die Streichung von Klausuren. Mit der Abschaffung der Einbringungsverpflichtung der 36 Oberstufenkurse können schlechte Noten einfach vom Abiturzeugnis kaschiert werden. Das niedersächsische Abitur gliedert sich damit immer mehr in die bundesdeutsche Abwärtsspirale ein. Aus der allgemeinen Hochschulreife wird immer mehr ein „Wünsch-dir-was-Prinzip“, erklärt Alt.

„Ein „Absitzabitur“ nimmt den niedersächsischen Schülern die Möglichkeit im nationalen und internationalen Wettbewerb mitspielen zu können. Für uns bedeutet das: Frau Heiligenstadt – bitte nachsitzen und die Reform überarbeiten!“, erklärt Lars Alt abschließend.

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